Nomadin auf Zeit

Search
Close this search box.
Florettina im Dauerregen

Neuer Start

Eine zweite Chance, bringt nur dann etwas, wenn du verstanden hast, warum es beim ersten Mal nicht funktioniert hat. Neuer Tag, neue Chance, neuer Versuch, neues Glück….

Vom 26.6.2023 – 12. 07.2023 war ich in Cape Breton unterwegs. Alle sagten, dass ist eine der schönsten Gegenden in Nova Scotia. Bei leichtem Regen startete ich in der Nähe von Liverpool. Es brauchte ein bisschen Mut um wieder los zu ziehen. Aber unterdessen weiss ich, dass ich viele Kilometer an einem Stück fahren kann. Trotzdem, alles alleine zu suchen und manchmal schnell zu reagieren, das ist nochmals eine andere Herausforderung. So ist das erste Ziel mal Kilometer zu fahren um möglichst schnell in Cape Breton einzufahren. Kurz vor Pictou übernachte ich auf einem Campground, welcher nicht so von Freundlichkeit strahlte. Das war Neu, ich hatte bis jetzt, so viele nette, charmante Leute um mich herum. Der Regen kühlte gleich meine Stimmung auch noch ein paar Grad nach unten. Aber auch hier, gibt es immer wieder ein neuer Morgen.

So ist der 2. Tag 27.06.2023 angelaufen, mit einem Besuch in Pictou.  Dies soll das Städchen sein, in welchem, die ersten europäischen Sidler eintrafen. Alle aus Schottland und als sie dieses wunderbare Land antrafen, waren sie so begeistert, dass sie noch mehr Landsleute holten. Ca. im Jahre 1700. So fahre ich die nächste Zeit, durch Schottland in Canada.

Besuch vom Lobster ( Hummer ) Museum. Bin alleine und habe eine private Führung mit einem charmanten jungen Mann. Habe unheimlich viel gelernt und konnte blaue 1:1 000 000 -möglich, braun gesprinkelt 1:500 000 -möglich und orange mit verschiedenen Farbtupfern drin 1:200 000 -möglich, anfassen und einer davon war 11 Kilo. Die Füsse waren mit einem Gummi zusammengebunden, sonst hätte mir der schwere Kerl, den Arm brechen können.

Der Wasser Front entlang hat es noch ein spezielles Denkmal. 1914 wurde ein Battalion rekrutiert, mit Colored Men of Canada. Männer aus Afrika. 1917 kämpfte diese Truppe in England. Es sei schwierig gewesen, dass dieses Battalion akzeptiert wurde, also haben wir in mehr als hundert Jahren, nichts dazu gelernt. Schade.

Weiter auf der Autobahn, beim ersten Sonnenstrahl und bei Exit 27 raus um der Küste entlang zu fahren.  Roter Sandstrand, tolle Häuser, Kühe auf der Weide und einfach alles so kitschig und doch real.

Beim Provincial Park Arisaig sind Florettina und ich über Nacht alleine. Das ist ja auch ein spannendes Gefühl. Wandere noch den Trail ab und staune, was Hurrikan Fiona, alles angerichtet hat. Der Wind bläst nun die Regenwolken weg.

Man kann keine neuen Ozeane entdecken, hat man nicht den Mut, die Küste aus den Augen zu verlieren.